Sommerempfang der hessischen Heilberufe
Der Sommerempfang der hessischen Heilberufe ist das wichtigste Event des Bündnisses heilen & helfen. 2014 trat er an die Stelle des Hessischen Heilberufetages, der sich thematisch eher als Info-Großveranstaltung für Patientinnen, Patienten und Tierhalter präsentiert hatte.
Mit der Neukonzeption rückte das primäre Ziel des Bündnisses, die Anliegen der Heilberufe gemeinsam und mit einer starken Stimme an die politischen Entscheider heranzutragen, stärker in den Focus.
Zum jährlichen Sommerempfang, der seit seiner ersten Durchführung im Opelbad auf dem Neroberg in der hessischen Hauptstadt Wiesbaden stattfindet, erscheinen rund 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Auftakt für den wechselseitigen Austausch ist stets ein Impulsreferat zu aktuellen Themen mit Bezug zu Politik, Medizin, Prävention oder Verbraucherschutz.
Miteinander reden – Heute und in Zukunft: Sommerempfang der hessischen Heilberufe 2026

Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Heilberufen trafen sich am 20. Mai auf dem Neroberg in Wiesbaden zum jährlichen Sommerempfang der hessischen Heilberufe. In seinem Impulsvortrag referierte der Arzt und Autor Prof. Dr. med. Jochen A. Werner zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Medizin: Was Maschinen leisten können – und was menschlich bleiben muss“. Diana Stolz (CDU), Hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, sprach ein Grußwort.
Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer, eröffnete den Abend und hob das Bündnismotto „Heilen und Helfen“ als Versprechen hervor, das die Heilberufe in Hessen verbindet. Einen besonderen Dank richtete er an die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz für eine stets vertrauensvolle und verlässliche Gesprächskultur.
Diesen Punkt griff Gesundheitsministerin Diana Stolz in ihrem anschließenden Grußwort auf. Die Offenheit, die ihr seit Beginn ihrer Amtszeit seitens der hessischen Heilberufe entgegengebracht werde, erwidere sie gerne. Hessen zeichne sich in der Gesundheitspolitik durch eine neue Debattenkultur aus, die man mit allen Partnern gemeinsam etabliert habe und die bundesweit Beachtung finde. Ihre Tür stehe stets allen offen, die sich mit ihr gemeinsam für das beste Gesundheitswesen in Hessen einsetzen möchten. Die Ministerin schloss einen Ausblick auf die anstehenden Gesundheitsreformen an und hob die Bedeutung der Bundesländer im föderalen System hervor: Vorschläge aus dem Bund, die die Versorgung verschlechterten, werde man nicht mittragen. Nicht nur, aber gerade auch in herausfordernden Zeiten komme es darauf an, alle Betroffenen an einen Tisch zu bringen. Nur dann könnten Reformen und Prozesse erfolgreich sein. Im Bereich der Digitalisierung gehe Hessen mit erfolgreichen Modellprojekten im Gesundheitswesen voran. KI berge große Potenziale für die medizinische Versorgung. Auch in diesem Bereich wolle Hessen mit Projekten vorangehen. Dennoch werde
Medizin für Menschen gemacht – deshalb bleibe bei allem Fortschritt die Menschlichkeit das zentrale Element.
